IC hat den Turnaround geschafft

Ein Beitrag aus der Immobilien Zeitung Nr. 10/2020.

Autor: Lars Wiederhold

IC-Chef Markus Reinert hat sein 2018 angekündigtes Ziel erfüllt: Im Geschäftsjahr 2019 schrieb die Unternehmensgruppe seit langem erstmals wieder schwarze Zahlen. Wachstumschancen für die Zukunft sieht Reinert unter anderem im Management von Pflegeimmobilien.

In den vergangenen Jahren hatte sich IC von viel Ballast getrennt. „Verträge, die kein Geld einbrachten, wurden konsequent beendet“, berichtet Reinert, der 2015 ins Unternehmen gekommen ist. Stattdessen orientierte sich IC hin zu Wachstumskunden. Die Strategie ging auf. Das Betriebsergebnis, das 2015 noch mit 11 Mio. Euro im Minus stand, wurde stetig verbessert und erreichte 2019 den positiven Bereich.

Der Umsatz legte in den vergangenen zwei Jahren jeweils um etwa 10% zu. „Das ist auch die Zukunftsprognose für die kommenden drei Jahre“, verrät Reinert. Etwa zwei Drittel des Geschäfts entfallen auf das Property-und das Asset-Management. Der Rest betrifft Dienstleistungen wie das Investment- und das Vermietungsmanagement, aber auch die Projektsteuerung und das Fondsgeschäft. „Bei dieser Aufteilung soll es bleiben“, erklärt Reinert. Zu den Kunden zählen mittlerweile u.a. BNP Paribas Investment Management, Fidelity International, Tristan, Wealthcap, Meag, HanseMerkur, Takenaka Europe, Bain Capital, Amundi, Shaftesbury und die Württembergische Versicherung.

Neben den traditionell von IC betreuten Assetklassen Büro und Einzelhandel sowie – in geringerem Umfang – Logistik nimmt IC zunehmend auch Hotel- und Pflegeimmobilien in den Fokus. Zuletzt erhielt der Dienstleister ein Managementmandat von Icade Healthcare Europe für 21 Pflegeheime in Deutschland. In diesem Sektor, den IC weiter ausbauen möchte, hat sich der Dienstleister auch personell verstärkt. „Man muss in allen Facetten verstehen, was Healthcare bedeutet. Dafür sind besondere Skills gefordert“, betont Reinert. Die Gesamtbelegschaft des Unternehmens umfasst inzwischen inklusive eines Joint Ventures mit IPH 275 Mitarbeiter. Die Entwicklung soll aber Reinert zufolge in Richtung 300 Mitarbeiter gehen.

Zudem gab Reinert die Geschäftsführung der Verwaltungstochter IC Property Management (PM) im vergangenen Jahr in die Gesamtverantwortung von Sabine Giesen-Kirchhofer, Michael Greis und Karsten Körper. Zuvor hatte er diese selbst gemeinsam mit Lars Drewes geleitet. In der Aufgabenverteilung übernimmt Giesen-Kirchhofer die kaufmännischen und Greis die technischen Themen. Körper ist u.a. für das Account-Reporting zuständig.

Für die Zukunft prüft Reinert mehrere Zukäufe. Daneben ist geplant, das grenzüberschreitende Geschäft auszubauen. Um diesem Wunsch vieler Auftraggeber nachzukommen, kooperiert der Dienstleister dazu bald mit einem großen Partner im Ausland. In der Zusammenarbeit würde bei einem grenzüberschreitenden Auftrag dann IC die deutschen Objekte betreuen und der Partner die ausländischen. Bislang war IC zwar schon für viele internationale Kunden im Einsatz, beschränkte sich dabei aber auf Aufträge für deutsche Immobilienbestände. Die Assets under Management sind mittlerweile auf insgesamt rund 11 Mrd. Euro angewachsen.

Softwareseitig setzt IC neben der klassischen Verwaltung von kaufmännischen Daten per SAP auf das Techniktool iRES+, das technische Vertragsdaten erfasst. „Der Bedarf dafür ist für Investoren so hoch wie bei kaufmännischen Daten“, berichtet Reinert. Über das Werkzeug ließen sich Capex-Maßnahmen und die technische Bewirtschaftung besser steuern und dadurch die mit einer Immobilie erzielbare Rendite beeinflussen. „Die Daten lassen sich wie beim kaufmännischen Reporting auf die Kundensysteme transferieren“, erklärt Reinert.

 

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